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Stadt Kempen. Das Unternehmen aus Grefrath hat gemeinsam mit der Familie von Franz Reinders ein Bestattungshaus am Buttermarkt eröffnet. Auch wird Trauernden ein würdiger Rahmen für den Abschied eines gestorbenen Angehörigen geboten.

“Natürlich waren für mich die Anfänge nicht einfach. Selbst jetzt noch, wenn ich nach dem Gespräch mit den Trauernden nach Hause komme, brauche ich meine Ruhe, um dies selbst zu verarbeiten”, sagt Andreas Camps. Der 46-jährige Tischlermeister hat seit vielen Jahren in Grefrath zwei Betriebe: eine Schreinerei im Industriegebiet und sein Bestattungsunternehmen an der Schaphauser Straße. Seit wenigen Wochen gibt es gemeinsam mit der Familie von Franz Reinders auch ein Bestattungshaus auf dem Kempener Buttermarkt 19.

Andreas Camps will jetzt auch den Angehörigen in der Thomasstadt eine individuelle Möglichkeit bieten, sich von den Toten in Würde zu verabschieden. Der Unternehmer habe gelernt, dass der Tod zum Leben unbedingt dazu gehöre. Umso mehr sei es für die Hinterbliebenen wichtig, ihnen den Abschied würdevoll und individuell zu gestalten. Die Philosophie seines Hauses sei, in den schweren Stunden etwas Trost zu geben: “Nicht vor dem Schmerz fliehen, sondern wissen, wohin wir mit dem Schmerz fliehen können.”

Die Schreiner Franz Reinders und Matthias Camps, der Großvaters von Andreas Camps, legten den Grundstein. Beide schätzten sich einst als Kollegen und hatten Tischler-Werkstätten und Bestattungsbetriebe, Franz Reinders in Kempen, Matthias Camps in Grefrath. Matthias Camps begann mit seiner Schreinerei 1927 in Grefrath, am Bleichweg. Nach einem Umzug zur Umstraße, stiegen die Kinder Maria, Matthias und Hans, der Vater von Andreas, in den Familienbetrieb ein. Maria Birker regelte das Büro war für die Bestattungen, die Ansprechperson. Sie half und begleitete viele Familien über Jahrzehnte hinweg.

Der Familienbetrieb von Camps, Tischlerei und Bestattungen, wuchs kontinuierlich, so dass sich die Tischlerei 1994 auf einer viel größeren Fläche im Grefrather Industriegebiet ansiedelte. Andreas übernahm 1999 den Familienbetrieb, eröffnete etwa fünf Jahre später das Bestattungshaus an der Schaphauser Straße in Grefrath.

Dort bleibt auch die Zentrale, mit sechs Mitarbeitern, mit hauseigener Kapelle, einigen Ruhe-, Begegnungs- und Trauerräumen, zu denen sogar die Angehörigen einen Schlüssel bekommen, um sie zu jeder Tag- und Nachtzeit vom Verstorbenen verabschieden zu können.

Nahezu drei Jahre dauerten die umfangreichen Sanierungsarbeiten des historischen Gebäudes am Buttermarkt 19 in Kempen, hat Andreas Camps aus dem einstigen Milchgeschäft von Theo Hegmanns, in dem zuletzt unter anderem die Caritas-Kleiderstube ihre Anlaufstation hatte , ein liebevolles Bestattungs- und Wohnhaus gemacht. Im November waren die Umbaumaßnahmen abgeschlossen. Das Mutterhaus ist in Grefrath, wohin auch die 24-stündige Bereitschaft für die Kempener Bürger geschaltet wird. Sie ist unter Ruf: 02152 2465 erreichbar.

In Kempen sind die Sprechzeiten mittwochs, von 9 bis 12.30 Uhr. Auf Wunsch werden auch gemeinsame Termine vor Ort oder Hausbesuche vereinbart. Eine Auswahl an Särgen und Urnen sind im Kempener Haus ebenfalls ausgestellt. “Wir möchten auch die Kempener Familien auf dem schmerzhaften Weg ihre Verstorbenen gemeinsam begleiten”, sagt Andreas Camps. Ihm hätte auch die unbekümmerte und Art von Kindern so mancher Angehörigen, wie sie mit dem Tod umgehen, geholfen, damit selbst offener umzugehen.

Quelle: RP